Institut für Wohnforschung · Landshut
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Institut für Wohnforschung

Sparsam messen, gezielt prüfen

Wir entwickeln hypothesengeleitete Methoden, um den Nutzen von Unterstützung, Selbstwirksamkeit und Belastung im häuslichen Alltag zu untersuchen.

Need–Accuracy–Duration (NAD)

NAD macht explizit, welche Entscheidung eine Beobachtung rechtfertigt, welche Evidenz ausreicht und wann die Beobachtung überprüft werden sollte. Der Ansatz soll die Verständigung über quantitative Daten zwischen Beteiligten mit unterschiedlichen technischen Kenntnissen erleichtern.

Need
Wer benötigt welche Information, für welche Entscheidung und mit welchen Folgen möglicher Fehler?
Accuracy
Welche Messgüte, zeitliche Auflösung und Kontextinformation reichen dafür aus?
Duration
Wie lange muss beobachtet werden, um Aufnahme, Stabilisierung oder Abbruch einer Nutzung zu erfassen?

Vom Ereignis zur überprüfbaren Hypothese

Beispiel: Die Nutzung eines Hilfsmittels nimmt ab. Dies könnte auf Belastung hinweisen, aber auch auf Genesung, eine andere Routine, zusätzliche Unterstützung oder einen Messfehler. Erst die Verbindung mit Aufgabenbezug, Selbstauskünften und gezielten Vergleichsbedingungen erlaubt eine begründete Interpretation.

Für latente Größen sollen Indikatoren, erwartete Zusammenhänge und widerlegende Befunde vorab beschrieben werden. Ein Nutzungsmaß ist weder mit Selbstwirksamkeit noch mit einer Krankheitsentwicklung gleichzusetzen.

Sensorik an Alltagsgegenständen

Kapazitive Gitter und andere objektnah eingesetzte Sensoren können Kontaktflächen, Greifwechsel oder Nutzungsepisoden beschreiben. Die CapGrid-Arbeit skizziert solche Merkmale für Hand-Objekt-Interaktionen. Ihre Zuordnung zu Kraft, Ermüdung oder kognitiver Belastung benötigt eine eigene Validierung.

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